Obstgehölze  

Obst zählt zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln des Menschen. Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe kommen frisch und Naturbelassen vom Baum. Zudem bietet ein Obstgehölz das ganze Jahr ein Naturschauspiel von der Blüte, über den Blattaustrieb und die Fruchtreife bis hin zur Ernte und dem Laubfall. Nicht nur der Mensch lässt sich davon begeistern, sondern hier haben auch viele Vögel, Insekten und andere Lebewesen eine wichtige Lebensgrundlage.

Die Größe der Gärten ist sehr unterschiedlich, doch auf ein Obstgehölz muss man nicht verzichten. Es gibt für jeden Gartentyp vom winzigen Terrassengarten bis hin zum großzügigen Hausgarten passende Sorten und entsprechende Unterlagen.

In der Baumschule unterscheidet man zwischen Hochstamm, Halbstamm und Busch. Als Hochstamm bezeichnet der Fachmann Obstgehölze mit einem mindestens 1,8 Meter hohen Stamm und einer darüber verzweigenden Krone. Diese Form benötigt viel Platz und entwickelt sich zu einem malerischen Hausbaum und Schattenspender.

Der Halbstamm zeichnet sich durch einen Kronenansatz in einem Meter Höhe aus. Diese Form eignet sich gut als Solitär für durchschnittliche Gartengrößen. Verzweigt sich die Krone in einer Stammhöhe von 0,5 Metern, spricht man von einem Busch. Hierfür werden schwachwachsende Unterlagen verwendet. Diese Form ist im Hausgarten gebräuchlich, da sie klein bleibt, bald nach der Pflanzung Früchte trägt und leicht zu beernten ist. Aus Büschen lassen sich auch Obstspaliere und geformte Obstgehölze ziehen.

Spezielle Sorten eignen sich zur Pflanzung in Töpfen. Säulenförmige Apfelbäume gedeihen ebenso wie Birnen- und Kirschensorten, die auf schwachwachsende Unterlagen veredelt sind, in Kübeln mit großem Durchmesser. Auch Stachelbeeren und Johannisbeeren eignen sich für die Topfkultur. Vor allem als Hochstämmchen kommen sie dekorativ zur Geltung und können mit Sommerblumen oder Kräutern unterpflanzt werden.

Wer sich für ein Obstgehölz entscheidet, bereichert den Garten nicht nur um eine schöne Pflanze, sondern auch um ein Ereignis. Kaum eine Pflanze liefert durch das Gartenjahr so viel Spannung, wie ein Apfel, eine Birne oder eine Kirsche, die man bei der Reife beobachtet.

Beerenobst erfreut sich allseits großer Beliebtheit. Es darf in keinem Garten fehlen, zumal man die Pflanzen leicht in die Gartengestaltung integrieren kann, da die kleinen Sträucher oder Hochstämmchen nur wenig Platz benötigen. So kann man im Kräuterbeet oder im Blumengarten mit Johannisbeeren oder Stachelbeeren eine kleinen Höhepunkt setzen oder sie nutzen, um den Gemüsegarten zu strukturieren. Himbeeren werden am besten in einer Reihe gepflanzt und an einem Spalier gezogen. Die alten Ruten müssen regelmäßig entfernt werden, damit man immer reiche Ernte hat. Eine Bereicherung im Sortiment sind Sorten, die bis in den Herbst fruchten.

Brombeeren wachsen kräftig. Meist reicht eine Pflanze aus. Wer das dornige Dickicht scheut, wählt dornenlose Sorten, die ebenfalls aromatische Früchte tragen.

Obstgehölze zahlen zu den ältesten Kulturpflanzen, die zahlreichen Lebewesen wie Insekten, Vögeln und Kleintieren eine Lebensgrundlage bieten. So sichert die Pflanzung von Obstbäumen im Hausgarten den Erhalt von wertvollen Ökosystemen. Der Markt bietet viele verschiedene Sorten. Manche setzen sich seit Jahren durch, andere kommen neu hinzu. Neuheiten haben nicht nur geschmacklich gute Eigenschaften, sondern zeichnen sich zum Teil durch zusätzliche Resistenzen aus, die die Gesundheit der Pflanzen fördern.

Wir informieren Sie auch über die Befruchtungsverhältnisse. Apfel und Birne sind auf eine Fremdbestäubung angewiesen. Dabei sind die Sortenkombinationen sehr unterschiedlich von der Qualität. Besuchen Sie uns: Wir beraten Sie gerne.